Foto: Melanie Scheller-Ratto

Die Besucher des Auditoriums zur Kanalsanierung hören interessiert dem Referenten zu

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Presse

Wellness für den Abwasserkanal

Nürnberger Kolloquien zur Kanalsanierung kombinierten Theorie und Praxis

 

Nürnberg, 29. September 2017 – Die 16. Nürnberger Kolloquien zur Kanalsanierung der OHM Professional School der Technischen Hochschule Nürnberg boten ein breit gefächertes Programm. Die Themen umfassten unter anderem die Dichtheitsprüfung, Entwässerungsdrucksysteme, die Sanierung von Schächten und Berstlining. Rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Tiefbau- und Wasserwirtschaftsämtern, Stadtentwässerungsbetrieben, Umweltbehörden und -verbänden, Bauunternehmen, Ingenieurbüros und Bauabteilungen der freien Industrie nutzten die Tagung zur Weiterbildung und Vernetzung.

Was sind die Vor- und Nachteile von Abwasserverbundsystemen? Wie können Leitungen mit dem Berstlining-Verfahren grabenlos erneuert werden? Welche Rolle spielt das Schachtbauwerk in einem ganzheitlichen Sanierungskonzept? Mit diesen und weiteren Fragen setzten sich Vortragende, Moderator Professor Werner Krick von der TH Nürnberg und Teilnehmer bei den diesjährigen Nürnberger Kolloquien zur Kanalsanierung am Donnerstag, 21. September 2017 auseinander. Die OHM Professional School (OPS), das Institut für berufsbegleitende Weiterbildung an der Technischen Hochschule Nürnberg, konnte renommierte Branchenexperten gewinnen, die Fakten und Erkenntnisse aus ihrem Berufsalltag präsentierten.

Gesetzlicher Rahmen, technische Möglichkeiten, Umweltbedingungen

Dipl.-Ing. Dieter Walter vom Güteschutz Kanalbau e.V. sprach über gesetzliche und technische Grundlagen der Dichtheitsprüfung und gab Hinweise und Empfehlungen für deren Ausschreibung.
Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg präsentierte anhand von Praxisfällen Entwässerungsdrucksysteme. Dipl.-Ing. Burkhard Hagspiel erläuterte die Vor- und Nachteile von Abwasserverbundsystemen und verwies darauf, dass beispielsweise die energetische Leistung der Abwasserwirtschaft und die Reinigung bei großen Kläranlagen besser sei. Zudem könnten Fixkosten durch einen Zusammenschluss reduziert werden, was ein weiterer Pluspunkt der gemeinsamen Kläranlage mit Überleitung sei. Beim Wirtschaftlichkeitsvergleich verschiedener Optionen gelte es, die Faktoren Bewirtschaftung, Betriebssicherheit, Technologieentwicklung und Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen, so der Werkleiter der Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg. Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kraus und Dipl.-Ing. (FH) Mario Heinlein stellte in einem realen Fallbeispiel die Projektierung und Baudurchführung einer regionalen Abwasserüberleitung vor und erläuterten die Aufgabenstellung, allgemeine und technische Voruntersuchungen und die praktische Umsetzung.

Im Fokus des Nachmittags lagen die Themen

  • DigiNetzG
  • Das Schachtbauwerk
  • Rattenbefall und
  • Berstlining als modernes Sanierungsverfahren

Dipl.-Ing. Joachim Zinnecker erklärte unter der Verwendung von Erfolgsbeispielen, wie Breitbandnetze in Abwasserkanälen verlegt und dadurch Synergien beim Bau genutzt werden konnten. Die größte Herausforderung ist dabei, einen störungsfreien Betrieb der Abwasserableitung zu gewährleisten, gleichzeitig die Vorschriften des Gesetzes zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG) einzuhalten und die Interessen der Kabelnetzbetreiber zu berücksichtigen.
Das Schachtbauwerk stand bei Dipl.-Ing. Thomas Palaske vom Ingenieurbüro Dörschel und Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jacqueline Grüttner-Zelle von der Hermes Technologie GmbH & Co. KG im Fokus. Der Vortrag stellte Strategien und Möglichkeiten der Sanierung, typische Schäden, Regelwerke und Zustandsbewertungen für Schachtbauwerke vor.
Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Erich Rothkopf präsentierte verschiedene Berstlining-Verfahren als technisch und kostenmäßig kalkulierbares Verfahren zur grabenlosen Rohrsanierung.
Unbeliebte Kanalbewohner waren Gegenstand des diesjährigen Impulsvortrags. Dipl.-Biol. Andreas Beckmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verbandes eV sprach über die Risiken durch Ratten in Kanalsystemen und beschrieb verschiedene Möglichkeiten der Bekämpfung.

Auch in diesem Jahr bot die umfangreiche begleitende Hausmesse mit 39 namhaften Lieferanten und Dienstleistern für Kanalsanierung einen großen Mehrwert für die Teilnehmer des Kolloquiums.

Weitere Informationen zu den Nürnberger Kolloquien zur Kanalsanierung finden Sie unter www.kanalsanierung-weiterbildung.de

Die OHM Professional School ist das Institut für berufsbegleitende Weiterbildung der Technischen Hochschule Nürnberg. Sie geht hervor aus dem Management-Institut der TH Nürnberg und der Verbund Ingenieur Qualifizierung gGmbH. Beide Einrichtungen blicken auf eine mehr als 15-jährige Erfahrung im akademischen Weiterbildungsbereich zurück.

Mit aktuell über 20 maßgeschneiderten Angeboten aus den Bereichen Technik, Informationstechnologie und Wirtschaft ist die OHM Professional School der Partner für zielorientierte akademische Weiterbildung und lebenslanges Lernen in der Metropolregion Nürnberg. Das Portfolio umfasst diverse Studien- und Zertifikatslehrgänge, sowie Fachtagungen, (Firmen-)Seminare und Konferenzen.

Weitere Informationen:
OHM Professional School
Sabine Betz-Ungerer
Dürrenhofstr. 4
90402 Nürnberg
Tel.: 0911/ 424599-12
ohm-professional-school@th-nuernberg.de
www.ohm-professional-school.de

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