Termin:
23.01.2020

Sprache:
Deutsch

Ort:
Nürnberg

Investition:
369 €

Anmeldeschluss:
10.01.2020

Dauer:
9:00-17:00 Uhr

Ansprechpartner:

Claudia Bauer

Marketing & Veranstaltungsmanagement

+49 911 424599-12

E-Mail

Inhalt

Linerstatik und Qualitätssicherung

Das Seminar zum Thema Schlauchliner bietet viele wichtige Informationen zur Erhaltung und Wiederinstandsetzung bestehender Abwasserleitungen.

Die Kanalsanierung bedeutet oft große finanzielle und technische Aufwendungen für den jeweiligen Betreiber. Die Schlauchlinertechnik ist ein bewährtes Verfahren zur Sanierung von erdverlegten und drucklosen Kanalsystemen. Diese Methode ist preislich um einiges günstiger als das gesamte Abwasserrohr auszutauschen. Die Vorgehensweise geht äußerst sorgfältig mit der Umwelt um und schont auch gleichzeitig die Bausubstanz. Der große Vorteil ist, dass das qualitativ hochwertige Verfahren der Renovierung mittels Schlauchlinertechnik grabenlos stattfindet. Das heißt, dass die Abflussrohre nicht freigelegt und entnommen werden müssen, um saniert werden zu können. Aus diesem Grund wird dieses Vorgehen auch oft als "no-dig" Verfahren bezeichnet. Die Technik mit Schlauchlinern ermöglicht außerdem eine schnelle Wiederinbetriebnahme des Abwasserkanals sowie des umliegenden Gebietes und der Straßen.

Vorgehensweise bei der Schlauchlinertechnik

Konkret werden bei der Schlauchlinertechnik vorkonfektionierte glas- oder synthesefaser-verstärkte Schläuche, sogenannte Liner, in das Kanalsystem, das saniert werden soll, eingezogen oder eingestülpt. Der mit einem Kunstharz imprägnierte Liner wird dann durch Druckluft oder eine Wassersäule von innen an das Rohr angepresst und mit Hilfe von UV-Licht oder Wärme ausgehärtet – es entsteht ein muffenloses Rohr-im-Rohr System, das eng (close-fit) am alten Rohr anliegt. Die Abwasserkanäle werden so zeitsparend saniert und sind danach absolut zuverlässig abgedichtet. Besonders gut eignet sich dieses Verfahren auch für längere Kanalabschnitte. Es können sowohl Kreis-, Ei- und Sonderprofile ab DN 80 als auch Fallrohre mit diesem Verfahren saniert werden. Das Schlauchlining wird daher u. a. auch bei Grund- und Hausleitungen zum Einsatz gebracht.

Ablauf des Seminars

In unserem Seminar befassen sich zwei hochrangige Experten mit der Statik von Schlauchlinern und der Qualitätssicherung bei der Verarbeitung von Linern. Reinhard Hösch von der Polytest Ingenieure GmbH und Markus Maletz von der TÜV Rheinland Industrie Service GmbH sind kompetente Fachmänner auf diesem Gebiet.

Konkret wird das Seminar in die beiden großen Themenblöcke der Statik und der Qualitätssicherung unterteilt. In beiden Seminarabschnitten wird nach einer kurzen Einführung detaillierter auf das jeweilige Themengebiet eingegangen. Es werden unter anderem dazu auch die Richtlinien des DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall) behandelt.

Das Seminar ist von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau mit acht Zeiteinheiten als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

Zielgruppe des Seminars

Das Seminar richtet sich vor allem an

  • Mitarbeiter von Planungsbüros und Kommunen
  • Vertreter von Netzbetreibern, die sich mit dem Thema Kanalsanierung/ Kanalinstandhaltung befassen
  • Mitarbeiter der ausführenden Sanierungsfirmen für die Anwendung des Schlauchlining-Verfahrens.

Durch die detaillierten Ausführungen eignet sich das Seminar besonders auch für (Wieder)Einsteiger in das Thema.

Informieren Sie sich auch über andere informativen Seminare und Veranstaltungen. Außerdem könnten die Nürnberger Kolloquien zur Kanalsanierung interessant sein für Sie!

Programm

Einführung / Historie

  • Zustand der Altleitung
  • Werkstoff- u. Bodenkennwerte

Teilsicherheitsbeiwerte

  • Material, Einwirkungen
  • Kombinationsbeiwerte

Imperfektionen

  • lokale Vorverformung
  • Gelenkringvorverformung
  • Spaltweite

Altrohrzustände / Berechnungsmodelle

  • Zustände I bis IIIa
  • (Teil-)Kontinuumsmodell

Ständige- / wechselnde Belastungen

  • Erdlasten, Grundwasser
  • Verkehrslasten
  • sonstige Einwirkungen

Schnittkräfte / Spannungen / Verformungen

  • Ermittlung Beiwerte
  • Korrekturfaktoren

Tragsicherheits-, Verformungs- und Stabilitätsnachweis

  • Nachweise im Zustand I, II und III (Interaktion)
  • Altrohrdruckzonen
  • Temperatur, Eigenlasten, Ermüdung

Werkstofftechnik der Kunststoffe

  • Thermoplaste
  • Duroplaste

Aufbau Schlauchliner

  • Harze
  • Trägermaterialien
  • Härtungsverfahren Synthesefaserliner, Glasfaserliner

Baustellenproben

  • Entnahmestelle
  • Probengröße
  • Besonderheiten

Laborprüfungen

  • Standardprüfung
  • optionale Sonderprüfungen

Vergleich IST - SOLL

Termin / Ort / Konditionen

Das Seminar findet an den folgenden Terminen statt:

  • 23.01.2020
  • 28.05.2020
  • 15.09.2020
  • 17.12.2020

jeweils 9:00-17:00 Uhr

Ort
OHM Professional School
Kressengartenstr. 2
90402 Nürnberg

Investition
einschließlich Seminarunterlagen, Pausenverpflegung und Getränken

369,- € Normalpreis
349,- € Frühbucherpreis bei Buchung bis 8 Wochen vor Termin

Konditionen

Sie erhalten kurzfristig eine Anmeldebestätigung. Rechnung und Anfahrtsbeschreibung gehen Ihnen knapp zwei Wochen vor der Veranstaltung zu. Die Teilnahmegebühr überweisen Sie bitte unter Angabe der Rechnungsnummer, des Veranstaltungstitels und Ihres Namens.

Bis 14 Tage vor dem Kolloquium können Sie kostenlos zurücktreten.
Bei späterer schriftlicher Abmeldung berechenen wir 50% Stornogebühr, bei Absagen in der letzten Woche vor Seminarbeginn beträgt die Stornogebühr 100%. Sie entfällt, wenn Sie einen Ersatzteilnehmer benennen.

Falls das Kolloquium durch uns abgesagt wird, werden bereits bezahlte Gebühren erstattet, weitere Ansprüche sind ausgeschlossen.

Anmeldeschluss ist jeweils 4 Wochen vor Termin.

Bitte beachten Sie die Allgemeine Geschäftsbedingungen.

Referenten


Reinhard Hösch
Polytest Ingenieure GmbH
291
291

Dipl. Ing. Werkstoffwissenschaften, FAU Erlangen-Nürnberg

Berufserfahrung

  • seit Januar 2018: Geschäftsführender Gesellschafter der Polytest Ingenieure GmbH
  • Juli 2002 – Dezember 2017: Laborleiter des Kunststofflabors bei F+E Ing. GmbH
  • September 1989 – Juni 2002: LGA Landesgewerbeanstalt Bayern, Kunststofflabor

Verbandsarbeit

  • Mitglied des Normenausschusses Wasserwesen des DIN, NA-119-05-22AA „Sickerrohre aus Kunststoff“ (CEN/TC 155/WG 26)
  • Mitglied im RSV Rohrleitungssanierungsverband e.V., Mitarbeit bei diversen RSV-Merkblättern
  • Mitarbeit im RAL-Güteschutz „Regenwassersysteme“, RAL-GZ 994
  • Dozent beim Lehrgang „ZKS-Berater“ der DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V.)

Markus Maletz
LGA Bautechnik GmbH
290
290

Berufserfahrung

  • seit Februar 2014: LGA Bautechnik GmbH, Sachverständiger für erdverlegte Rohrleitungen
  • Januar 2012 – Januar 2014: KMG Pipe Technologies GmbH
  • November 1992 – Dezember 2011: Insituform Rohrsanierungstechniken GmbH

Verbandsarbeit

  • Mitglied der DWA und des Fachausschusses ES-8 der DWA "Zustandserfassung und Sanierung"
  • Mitglied der Arbeitsgruppe ES 8.16 “Statische Berechnung von Lining- und Montageverfahren” der DWA
  • Mitglied der GSTT (German Society for Trenchless Technology) und Obmann der Arbeitsgruppe AG20-2 „Statische Berechnung von Druckschlauchlinern“

    Downloads