Allgemein

Erst simulieren, dann investieren

Stellen Sie sich vor: Die Nachfrage nach Ihren Produkten steigt und steigt. Mit der Fertigung kommen Sie kaum noch nach. Sie sehen oder vermuten zwar, wo der aktuelle Engpaß liegt.

Doch was wird sein, wenn Sie diesen Engpass durch eine Investition beheben? Wie viele Erzeugnisse können Sie dann mehr produzieren? Oder könnte es sein, dass schon nach einer geringen Stückzahlsteigerung der nächste Engpaß entsteht?

Wäre es in dieser Situation nicht hilfreich, von einem Planungswerkzeug zu profitieren, mit dem Sie Ihre Fertigung am Rechner abbilden und gefahrlos experimentieren können?
Die Simulation ist ein solches Werkzeug. Es erlaubt, die Abläufe in Ihrer Produktion so realitätsnah wie möglich abzubilden. Das bedeutet, dass zum Beispiel eine Maschine erst dann arbeiten kann, wenn Material, Werkzeug und Werker bereitstehen. Im Zeitablauf wird dann der Fluss der Werkstücke durch die Fertigung basierend auf Ereignissen berechnet und animiert.
Damit können Sie im PC-Modell sehen, wo sich welche Werkstücke stauen, aber auch, an welchen Maschinen nicht gearbeitet werden kann, weil beispielsweise Mitarbeiter nicht verfügbar sind oder die Vorgängerstation nicht rechtzeitig fertig geworden ist. Diese Erkenntnisse helfen Ihnen, so viel wie nötig, aber so wenig wie nötig zu investieren. 

Ziel des Seminars

Sie lernen mit der Materialflusssimulation eine moderne Methode zur optimalen Planung von Investitionen in Fertigung und Logistik kennen.

Zielgruppe

Geschäftsführer, Werks- und Betriebsleiter, sowie Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Planung, Arbeitsvorbereitung, Industrial Engineering, Produktion und Operations.

Inhalt

  • Wie sind einzelne Stationen ausgelastet?
  • Haben die Mitarbeiter noch Reserven?
  • Wo entstehen Bestände?
  • Welche Aktivitäten sind Zeitfresser?
  • Wie werden die Transportmittel genutzt?
  • Wo liegen die Engpässe?

  • Ist der Produktionsplan optimal?
  • Sind die Losgrößen wirtschaftlich?
  • Stimmt die Werker-Zuordnung?
  • Kann das Schichtmodell optimiert werden?
  • Paßt die Materialversorgung der Linien?
  • Wann rechnet sich die Investition?
  • Welche Stundensätze ergeben sich?
  • Wie hoch werden die Stückkosten sein?

Eckdaten

Termin: nach Vereinbarung
Preis: 590,- EUR (MwSt. frei) incl. Skript/ Verpflegung/ Arbeitsmaterial

Die Teilnehmergebühr wird nach Eingang der Rechnung fällig. 

Dozenten

Dr.
Jürgen Wunderlich
163
163

Fachgebiete

  • Fertigungs- und Logistikplanung
  • Produktions- und Logistiksysteme
  • eM-Plant / Plant Simulation

Weitere Informationen

  • Dr. Jürgen Wunderlich studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Erlangen-Nürnberg und promovierte anschließend am Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik zum Thema "Kostensimulation - Simulationsbasierte Wirtschaftlichkeitsregelung komplexer Produktionssysteme".
  • Seit 1994 beschäftigt er sich intensiv mit modernen Methoden zur Optimierung industrieller Produktionsprozesse nach technischen, organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten.
  • Er ist Partner im EU-Exzellenznetzwerk „Innovative Produktionsmethoden“ und führt Simulationsstudien zur Wertstromoptimierung für die Automobil-, Zulieferer- und Elektronikindustrie durch.
  • In Kooperation mit dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM) entwickelte er das Kostensimulationsinstrumentarium „CostSim“.
  • 2003 wurde „CostSim“ mit dem Ludwig-Erhard-Preis ausgezeichnet.
  • Seit 2005 ist Dr. Wunderlich Lehrbeauftragter für Betriebsstättenplanung und Simulation an der FH Ingolstadt.